Geboren und aufgewachsen bin ich am 29.06.1983 in Welschenrohr, an jenem Ort, wo fast immer die Sonne scheint.

 

Nach Abschluss meiner Schule absolvierte ich eine Lehre als Floristin. Kreatives Arbeiten faszinierte mich immer und so schien es meine Berufung gefunden zu haben. Ich entdeckte beim Adventskränze binden den schwarzen Wickeldraht und statt Kränze herzustellen begann ich kleine Drahtfiguren zu formen. Dies war der Beginn einer langen Reise; anfänglich machte ich kleine witzige Männchen, welche dann immer grösser und anders wurden.

Mit den Jahren meiner eigenen persönlichen Entwicklung veränderten sich auch meine Skulpturen. Meine vielen Ideen umzusetzen, erfordert sehr viel Zeit - auch schon bei kleinen Figuren.

 

Am liebsten arbeite ich im Freien, lege mich gerne unter einen Baum oder eine Wiese, nehme die Düfte und Klänge tief in mich auf und lasse mich davon berühren und inspirieren.

 

Es war nie von grosser Wichtigkeit, ob meine Werke gefallen oder wie man sich gesellschaftlich zu präsentieren hat.

Viel wichtiger ist es, zu sein was man ist, gefallen ist eine angenehmer Nebeneffekt.

 

Aus meiner Sicht verleiht man seinen Arbeiten eine Seele wenn man umsetzt was man fühlt.

So stelle ich her worauf ich Lust habe, dass kann jender Baum sein unter welchem ich so oft sitze oder die alte bucklige Frau, die jeden Tag mit ihren Einkaufstaschen auf der Parkbank sitzt. 

Ebenfalls inspirierend finde ich gesellschaftliche Randthemen. Zerissenheit und Zerfall, schlicht und einfach alles was zum Leben gehört.

Sehr wichtig ist natürlich der Austausch mit anderen Kunstschaffenden, die Dinge durch eine andere Perspektive zu sehen, sich immer wieder auf Neues einlassen.

Nach einigen Jahren hörte ich mit meinen Arbeiten auf, es fehlte mir an der Kraft, mich bei Ausstellungen zu präsentieren und ich wusste überhaupt nicht mehr wer ich bin.

So hörte ich mit dem Beruf als Floristin auf, begann zu reisen, lebte eine Zeit lang im wunderschönen Rom und genoss all die Eindrücke welche Rom zu bieten hatte. Nach meiner Rückkehr in die Schweiz orientierte ich mich beruflich neu und begann in der Pflege mit Menschen mit einer Demenz.

In der Zeit lernte ich meinen Ehemann kennen und gründete selber eine Familie.

Irgendwann ist meine Inspiration für das Kreieren wieder zurückgekehrt.

Und es ist mir ein Anliegen meine Ideen mit Dir zu teilen oder villeicht auch gemeinsam Projekte zu entwickeln.

Hagazussa, zwischen Welten

Ich stehe am Zaune mit beiden Beinen, mit einem Fuss fest verankert auf der weichen Oberfläche meiner Mutter Erde mit dem andern im Sein des Nichts...

Ein Auge blickt nach vorn das andere zurück, ich lache und weine zugleich...

Von hier sehe ich die Menschen in ihrer Vielfalt, ihren Eigenarten, ihre unendliche Liebe für einander sowie ihr Hass und ihre Wut...

Leben wird geboren und Leben schwindet dahin, des Frühlings anfängliche Pracht verweht, der kühle Herbstwind, die bunten Blätter wirbeln wild durcheinander hoch hinauf ins endlose Nichts bevor sie auf den Boden wiederkehren, um wieder ein Teil vom Ganzen zu werden...

Ich sehe die Tiere, so mächtig, so anmutig, in ihren Augen sich die Unschuld wiederspiegelt und doch fressen sie und werden gefressen...

Hätte ich die freie Wahl, so würde ich genau an jenem Zaune stehen an dem ich mich befinde, begebe mich zu Dir, lege mein Haupt in Deinen starken Schoss, umarme Dich und nehme in mich, deine unbändige tiefe Kraft...

Ich lausche Deiner tausend Stimmen und löse mich darin auf...

Meine Wurzeln reichen von mir bis zu den Deinen und mein Zaun besteht daraus, fest verankert und sicher vor jedem Sturm...

Wäre da nicht das zurück blickende Auge, welches sieht was es sieht und als Teil vom unbewusstem Ganzen, mir eine leise Stimme ins Ohr flüstert, lass los, lass mich zu, begib Dich in mich, denn ich bin der andere Teil von Deinem Zaune und ich liebe dich ebenwürdig.

Love is.. - Two Feet
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