Sommer

Mit Kräutern Salben herstellen

 

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit der Natur und all ihren wunderbaren Möglichkeiten die sie uns bietet. Wenn ich in den Wald gehe, so empfinde ich das Gefühl mit der Welt im Reinen zu sein. Ich nehme so viele Gerüche in mich auf und höre die Musik der Bäume und Vögel.

Seit ich denken kann, sammelten meine Grossmutter und auch meine Mutter Kräuter im Wald.

Ich wuchs mit dem Wissen über Heilkräuter auf, lernte vom Zusehen wie man sie anwendet und auf was man dabei achten muss.

Heute will ich kurz zusammenfassen was mir am wichtigsten ist. Das Herstellen von Salben gehört für mich zum alltäglichen Leben.

Der Vorgang ist wirklich sehr simpel, wie man im dazugehörigen Video sehen kann. Doch es wichtig sich vorgängig zu informieren welche Kräuter man gut verwenden kann und was ihre möglichen Nebenwirkungen sein könnten. 

Auf meinen Fotos erkennt man eine Johanniskraussalbe, die sehr gut für jede Art von Nervenschmerzen ist, Zerrungen oder Sonnenbrand. Wenn man sich einen Sonnenbrand eingefangen hat kann man die Salbe oder einfach das Öl einreiben und am nächsten Tag kann man die Wirkung gut erkennen. Doch nimmt man Johanniskraut und cremt es ein bevor man in die Sonne geht gibt es oft Verbrennungen auf der Haut. Genau deswegen ist es wichtig, sich genau zu informieren was man tut.

Die Harzsalbe auch Pechsalbe genannt ist ebenfalls ein absolutes Wundermittel. Es wirkt wie eine Zugsalbe, die Rückstände in der Haut raus schafft und hilft bei der Wundheilung, verschliesst die Wunden.

Die Ringelblumensalbe, ist mein absoluter Favorit. Mein Kind hatte nach Geburt sehr trockene Haut, wir bekamen von den Ärzten viele Salben zum anwenden doch bei ihm wirkte keine. Anfänglich getraute ich mich kaum einem Neugeborenen etwas selber Hergestelltes zu verwenden doch dann vertraute ich einfach auf mein inneres Wissen und innerhalb einer Woche war seine Haut viel besser. Er hätte jedoch auch auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren können.

 
Mit Kräutern Salbe herstellen
Mit Kräutern Salbe herstellen

Spitzwegerichsuppe

Der Spitzwegerich / Plantago lanceolata, auch Spiesskraut oder Lungenblatt genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgewächsen gehört. Ernten und sammeln kann man ihn am besten von Anfang April bis Ende September. Man findet ihn oft in kleinen Wiesen, an Äckern und Feldrändern.

Der Spitzwegerich ist eines meiner liebsten Kräuter und ich wende ihn auf verschiedene Arten an.

Sehr oft, wenn ich einen Insektenstich habe, so reibe ich ein Blatt auf den Stich, um das Beissen zu vermeiden, wirkt wunderbar.

Oder stelle Hustensirup her, den der Spitzwegerich enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure und Saponine und wirkt absolut hustenlösend.

Heute allerdings beschreibe ich den Vorgang zum herstellen einer Suppe. Es gibt noch etwas hinzuzufügen.

Wenn Jemand der Versuch machen will, dass Rezept nach zu machen wird er überrascht sein, dass die Suppe wie eine Pilzsuppe schmeckt, man würde niemals erraten, dass es Spitzwegerich ist, denn dieser entwickelt nach mindestens 20 Minuten Kochzeit einen Pilzgeschmack.

Mit den Kindern gehe ich auf eine Wiese, die naturbelassen ist. Wir suchen die jungen Blätter des Spitzwegerichs und nehmen keine ganzen Pflanzen, immer nur ein paar Blätter von jeder, damit sie weiter gedeihen können. Das ist mir persönlich sehr wichtig, dass man die Natur bewusst betritt, nicht alles rodet sondern achtsam mit den Pflanzen umgeht.

Auch beim sammeln lassen wir uns viel Zeit, ich schaue jede Blatt genau an, dass erspart uns dann zu Hause beim weiter verarbeiten viel Zeit.

 

Zu Hause spüle ich den Wegerich kurz ab und schneide ihn in kleine Streifen.

Rezept    

 

Ca. 90 gewaschene Spitzwegerichblätter

1 Grosse Zwiebel

4 Kartoffeln

5 dl Gemüsebrühe/ 5dl Milch

 
 

Wir machen einen Brunnen

Bei uns auf den Bergen haben wir das Glück, reich an flachen grossen Steinen gesegnet zu sein.

Wir haben eine Woche lang immer genau diese Steine mit den Kindern an den Wegrändern gesammelt und sie haufenweise nach Hause transportiert.

Dieser Aufwand war sehr gross und es ist absolut ratsam dafür Gartenhandschuhe anzuziehen.

Schon wegen den lieben Insekten, die oft unter den Steinen ihre Nester haben oder Eier ablegen.

Als wir haufenweise Steine zu Hause hatten, begann ich mit den Kindern diese aufeinander zu stapeln.

Bei dem Vorgang sollte man sehr genau darauf achten, dass die Steine gut ineinander halten und möglichst keine Lücken entstehen. Wir hatten für unseren Brunnen sicher einen ganzen Nachmittag aber es hat sich anschliessend gelohnt.

Der Steinbrunnen wurde sehr stabil und ich konnte ihn anschliessend gut mit Erde auffüllen. Jedes meiner Kinder durfte vorgängig in der Gärtnerei einige Kräuter auslesen die sie dann einpflanzen konnten.

 

Es sind seit der Herstellung zwei Jahre vergangen und alle Steine halten sich super, die Kräuter wachsen üppig in die Kinder giessen diese im Sommer ganz selbständig und sind immer noch stolz auf dieses wunderschöne Ergebnis.